Kategorienarchiv: investigaciones

Okt 24

(Español) Globalización económica y flujos migratorios femeninos del sur al norte. Latinoamericanas “ilegalizadas en Suiza”

Leider ist der Eintrag nur auf Europäisches Spanisch und Französisch verfügbar.

Mai 31

Information zur Obdachlosenbewegung in Oruro, 2006

Die Aufmerksamkeit des ITEI bezüglich der betroffenen Personen der Unterdrückung der Obdachlosenbewegung in Oruro

Die Geschichte Boliviens ist gepflastert mit Massaker, Folter und anderen Formen der Gewalt, die organisiert vom Staat gegen die auszubeutenden Gesellschaftsklassen gerichtet ist, die sich dieser Formen der Gewalt nicht entziehen können.
Unserem Land mangelt es an gründlichen Untersuchungen im Bezug der Anklage solcher Misshandlungen und somit herrscht ein Klima der Straflosigkeit, die dafür sorgt, dass diese Praktiken weiterhin bestehen.

Das ITEI und seine Arbeit der ganzheitlichen Rehabilitation der Opfer von Folter und staatlicher Gewalt.

Das ITEI ist eine nicht staatliche Non-Profit Organisation, die sich der ganzheitlichen Rehabilitation der Betroffenen widmet und aus politischen Gründen agiert. Sie untersucht die psychosozialen Folgen der politischen Unterdrückung mit dem Ziel der Anklage und dem Wiedergewinn des sozial-historischen Gedächtnisses. Mithilfe der Organisation der zivilen Gesellschaft und einem Netzwerk von Verbündeten wird gegen die Straflosigkeit angegangen, um eine exekutive soziale Kontrolle zur Einhaltung der Menschenrechte einzuführen.
Es ist das erste interdisziplinäre Zentrum für Rehabilitation für Betroffene, welches im Jahr 2001 gegründet wurde. Außerdem ist das Institut Mitglied des Kopfes der Bolivianischen Menschenrechtsorganisation, des lateinamerikanischen Netzwerks, der Organisation Karibik gegen die Folter und andere grausame und unmenschliche Leiden sowie des internationalen Rats der Rehabilitation gegen die Folter.

Die prinzipiellen Richtlinien der Arbeit am ITEI sind:

  • eine ganzheitlich-medizinische, psychotherapeutische, sozial und juristische Zuwendung für die Betroffenen durch Folter und staatlicher Gewalt gewährleisten.
  • einen Beitrag zu der Konstruktion einer demokratischen informierten Kultur leisten, sowie die Betroffenen und ihre Familien in ihren Rechten zu unterstützen und den Kampf gegen die Folter anzutreten.
  • den subjektiven Effekt der staatlichen Gewalt auf die Betroffenen direkt zu untersuchen.
  • interdisziplinäre Teams in unterschiedlichen Orten des Landes zur Unterstützung von Betroffenen der Folter oder Gewalt zu befähigen.

Die Intervention des ITEI mit den betroffenen Personen

Am Montag den 13. Juni 2006, reisten der Direktor des ITEI und der Psychotherapeut Dr. Andrés Gautier, der assistierende Arzt und Physiotherapeut Sr. Carlos Nuñez del Prado und die Koordinatoren des ITEI und Verantwortliche für die Aufnahme der Untersuchung, Dipl. Emma Bolshia Bravo Cladera nach Oruro.
Dort besuchten sie die Obdachlosen in den Zentrale des Arbeitsdepartments (COD), wo es eine Gruppe Frauen der Bewegung gab (manche davon begleitet von ihren kleinen Kindern), die im Hungerstreik waren.
Es wurde ein medizinische Untersuchung bei den Vorgefundenen, die unter Schmerzen litten oder Wunden vorzeigten, durchgeführt. Der Psychotherapeut unterhielt sich mit den Betroffenen und die Koordinatorin nahm die Zeugenaussagen auf. Unter den Betroffenen befanden sich Erwachsene, Jugendliche sowie Kinder.
Auf medizinischem Niveau wurde erwiesen, dass es sich bei den Verletzungen um physische Schläge handelte – eine ältere Dame litt unter einer gebrochenen Rippe, eine andere unter einem großen Bluterguss am Bein, eine andere am Knie.

16 Zeugenaussagen mit zusätzlichen Beweisfotos werden im Zuge dieser Publikation weiterhin aufgezeigt.

Lesen Sie diesen Artikel im Original (español) unter folgendem Link:

Informe Sin Techo Oruro 2006

Jun 19

Folter im Oktober 2003

Fälle von Folter der Ereignisse vom Oktober 2003 während der Regierungsperiode von Gonzalo Sanchez de Lozada

Emma Bolshia Bravo Cladera (Mai 2004)
52 Fälle der Folter, 39 Männer und 15 Frauen wurden vom ITEI und dem Erzbischof von El Alto dokumentiert.
Diese Fälle stehen repräsentativ für die Schwere des Ausmaßes des immer noch aktuell währenden Problems.
Bolivien unterzeichnete die UN Konvention gegen die Folter der im Jahr 1999. Seitdem gibt es trotzdem weiterhin Fälle der Folter und ebenso bestätigte die bolivianische Regierung den Artikel 2.1 des Vertrages, demnach die bolivianischen Autoritäten effektive juristische, administrative und anderweitig mögliche Methoden einsetzen wollen, um die Prävention der Folterakte im ganzen rechtlich geltenden Territorium zu garantieren.

Außerdem können nach dem Folterverbot, die verantwortlichen Personen aus dem öffentlichen Dienst zur Rechenschaft gezogen werden

UN definiert die Folter als staatliches Instrument der Macht zum Angriff auf die physische/mentale Integrität eines Individuums mit dem Ziel seine Macht zu demonstrieren:

„Bezüglich der Effekte der aktuellen Konvention, wird unter dem Termins „Folter“ jeder Akt verstanden, der mit Absicht einer Person Schmerzen oder gravierende Leiden, ob physisch oder psychisch, mit dem Ziel eine Information oder eine Beichte abzugewinnen, die zur Gefangenschaft für eine Tat, die die Person beging, oder mutmaßlich beging, führt. Ebenso kann diese Tat dazu dienen die Person einzuschüchtern oder sie oder andere zu etwas zu zwingen, oder auf irgendeine Form der Diskriminierung abzielen. Ausführendes Organ dieser Leiden oder Qualen muss auf seine Untersuchung hin, oder mit seiner Zustimmung oder Einwilligung eine exekutive Person der öffentlichen Funktionen sein.“

Nach Artikel 14 der Konvention wird festgelegt, in Übereinstimmung mit den traumatischen Folgen der Folter:

„Der Staat ist nach der Tat der Folter für die Garantie einer Reparation und das Recht auf eine gerechte und adäquate Entschädigung und alle Mittel für eine vollständige Rehabilitation verantwortlich.“

Die Definition der Zusammenkunft der United Nations scheint allerdings nicht zu berücksichtigen, dass die Situationen oder der Terror im Alltag, kontinuierlich erlebt von einer Bevölkerung, ebenfalls eine Form der Folter darstelle.

Die Konvention der OEA (Organización de los Estados Americanos) des 9. Dezember 1985 ließ zum 28. Februar 1987 eine neue aktuellere Passage in den ihrigen Artikel einfließen. Zwei Aspekte wurden zusätzlich in den Artikel aufgenommen:

Die Funktion der Eliminierung oder Abschwächung der Persönlichkeit bei Betroffenen Opfern und die damit verbundene Abschwächung oder Annulation der physischen oder mentalen Kapazität.
Das Schaffen eines Traumas oder psychischen Angstzuständen, ohne dass die Person notwendigerweise physische Schmerzen erleiden muss.
In der internationalen Konferenz zur Folter, die im Jahr 1996 in Estocolmo stattfand und von Amnesty International organisiert wurde, wurde verdeutlicht, dass Folter nicht nur politischen Häftlingen vorbehalten ist, sondern ebenfalls Mitgliedern von sozialen Randgruppen, wie ethnische oder sexuelle Minderheiten, Flüchtlinge, Asylbewerber, Immigranten, mutmaßliche Straftäter, allgemeine Häftlinge, Personen, die sozial gering angesehen sind sowie wirtschaftliche Randgruppen aber auch Personen, die in einen bewaffneten Konflikt involviert sind. Woraufhin gefordert wird, dass die Menschenrechtsverteidiger besonderen Fokus auf diese Gruppen legen möchte.

Trotz der bestätigten und unterzeichneten Abkommen und Verträge zur Unterbindung der Folter in dem Plurinationalen Staat Boliviens, konnten im Monat Oktober des Jahres 2003 weiterhin aktuelle Fälle von Folter in Bolivien ausfindig gemacht werden, die die Autorin beschreibt:

Es folgen Statistiken, die die relativen und absoluten Häufigkeiten der Betroffenen und der Art und Form der verwendeten Foltermethoden dokumentieren.

Demnach wurden mehr Männer als Frauen Opfer (15 w/37 m) und insgesamt die meist gebrauchte Form der Folter war physische Gewalt sowie Demütigung.

Unterschiede gibt es zwischen den Geschlechtern im Bezug auf die dominanten Folterformen.
So ist die Form der sexuellen Folter an einem relativen Anteil von 72% bei den Männern häufiger bemessen als bei den Frauen. Andersrum verhält sich der Zustand bei dominant biologischen Folter (Gasspray ins Gesicht bekommen), hier sind es anteilig mehr Frauen, die unter dieser Art litten.
Bezogen auf die psychologische Folter wurden anteilig bei beiden Geschlechtern am häufigsten Einschüchterung und psychologischer Druck eingesetzt.

Weiterhin werden 16 Zeugenaussagen aufgeführt, die über den tatsächlichen Tatvorgang berichten.

Lesen Sie den Artikel im Original (español) unter folgendem Link:

Tortura en octubre 2003

Jun 10

Von der Erniedrigung zur Beschwerde

libro-de-la-humillacion-a-la-denuncia

Für diese zweite Ausgabe fokussiert ITEI die Ereignisse vom 24. Mai 2008, die in Sucre zwischen dem Interstutionalen Kommittee und den Landwirten und Landwirten stattfanden. Die Landwirte waren nach Sucre gegangen, um dort vom Präsident des multinationalen Staates Bolivien, Sr. Evo Morales Ayma, Krankenwagen für ihre Gemeinden zu erhalten und in einem gravierenden demütigenden Ereignis, basierend auf dem Rassismus gegen die „Campesinos“ endete.

Das Buch ist interdisziplinär, da es neben dem historischen Kontext eine anthropologische Analyse des gegenwärtigen Rassismus realisiert, die Bedeutung der brennenden Whipala und Ponchos aufzeigt und Bezug auf die psychologische, medizinische und juristische Intervention nimmt und die psychosozialen Folgen sowohl für das Individuum als auch das Kollektiv darstellt. Außerdem werden Zeugenaussagen sowie eine Liste der Betroffenen veröffentlicht.

 

Libro de la humillación a la denuncia

Jun 09

Die Unterdrückung der „March for Survival“

libro-de-la-represion-de-la-marcha-por-la-sobrevivenciaIn der ersten Ausgabe des ITEI wird Unterdrückung des Marsches für das Überleben im Januar 2003 fokussiert. Als Protagonisten gelten Pensionäre und RentnerInnen aus Bolivien, um mit dieser historischen Periode die konstante Verschleierung der Gewalt aufzuzeigen, die ausgeführt wird durch die repressiven staatlichen Kräfte. Die Veröffentlichung dessen dient der Darstellung des gegenwärtigen Verstoßes gegen Menschenrechte, über den internationalen Vereinbarungen stehend.

Das Buch kontextualisiert die Entwicklung des Marsches als Teil der Widersprüche des neoliberalen Systems, welches die erhöhte staatliche Gewalt in der „Demokratie“ darstellt und dazu Maßnahmen wie die Privatisierung der sozialen Sicherheit einsetzt und damit entgegen der Interessen der Mehrheit agiert

Jun 09

Die Auswirkungen von Folter und staatlicher Gewalt

libro-de-las-secuelas-de-la-tortura-y-la-violencia-estatalDiese Edition behandelt die Veröffentlichungen des ersten internationalen Symposiums für Recht, Therapie und Prävention zu den Folgen der Folter und der staatlichen Gewalt, welches vom 4. bis zum 18. Juni des Jahres 1999 in La Paz, Bolivien, stattfand.

Aufgeführt werden verschiedene Vorträge der geladenen Referenten, die Schlussfolgerungen sowohl der Arbeitsgruppen als auch der Diskussionsrunden, sowie die wertvolle Kollaboration aller Teilnehmer.

Die Erinnerung ist ein determinierender Faktor in der Identität der Gemeinschaft. Diese ist identitätsstiftend, -zerstörend, -wiederherstellend, sie kann eine bewahrende, fordernde oder passive Rolle einnehmen, jedoch bleibt sie immer präsent. Die Erinnerung betrifft das Erlebnis oder die Übertragung vom Gelebten.

Las secuelas de la tortura y la violencia estatal